Zertifikatsweiterbildung · Nächster Start: Aufbaukurs ab 10. April 2027
Dialogue
Art Health
Coach
Kunst und Gesundheit –
ein interdisziplinäres Handlungsfeld
»Über 3.000 Studien belegen: Künstlerische und kulturelle Praxis trägt messbar zur Prävention von Erkrankungen, zur Gesundheitsförderung und zur Behandlungsunterstützung bei.«
Die Verbindung von Kunst, Wahrnehmungspsychologie und mentaler Gesundheit hat in den letzten Jahren erheblich an wissenschaftlicher und institutioneller Relevanz gewonnen. Als zentraler Referenzpunkt gilt das WHO-Scoping Review von Fancourt & Finn (2019), das über 3.000 Studien auswertet und belegt, dass künstlerische und kulturelle Praxis messbar zur Prävention von Erkrankungen, zur Gesundheitsförderung und zur Behandlungsunterstützung beiträgt.
Der Befund hat seither maßgeblich dazu beigetragen, Kunst und Gesundheit als ernstzunehmendes interdisziplinäres Handlungsfeld zu etablieren – mit weitreichenden Konsequenzen für die Praxis der Kulturvermittlung weltweit.

Führende Institutionen
setzen Maßstäbe

Berlin, Deutschland
Bode-Museum
»Das Heilende Museum«
Seit 2023 realisiert das Bode-Museum in Kooperation mit der Charité ein transdisziplinäres Programm, das Achtsamkeit, Kunstgeschichte und medizinische Forschung verbindet – hervorgegangen aus dem Projekt »Zufluchtsort Bode-Museum«.

Amsterdam, Niederlande
Van Gogh Museum
»Open up with Vincent«
Das Van Gogh Museum entwickelt gezielte Formate für diverse Zielgruppen – von Jugendlichen bis hin zu medizinischem Fachpersonal – und nutzt Vincents Werk als Medium für psychische Gesundheit und Resilienz.

Denver, USA
Denver Art Museum
»Biophilia: Nature Reimagined«
Das Denver Art Museum integriert neuroästhetische Prinzipien gezielt in seiner Ausstellungspraxis, um bei Besuchenden Zustände tiefer Resonanz und emotionaler Erneuerung auszulösen.
Kompetenzen für die
Kulturvermittlung von morgen
Diese Entwicklungen verlangen von Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittlern neue Kompetenzen: fundierte Kenntnisse in neuroästhetischen Prozessen, dialogischer Gesprächsführung und einem ethisch reflektierten Umgang mit dem Übergang zwischen ästhetischer Erfahrung und therapeutischem Kontext.
01
Neuroästhetische Prozesse
Fundierte Kenntnisse über die neurobiologischen Grundlagen ästhetischer Wahrnehmung und ihre Wirkung auf Wohlbefinden, Emotion und Kognition.
02
Dialogische Gesprächsführung
Methoden der offenen, partizipativen Gesprächsführung, die Resonanz ermöglichen und individuelle ästhetische Erfahrungen in Gemeinschaft verankern.
03
Ethische Reflexionskompetenz
Sensibilität für die Grenze zwischen ästhetischer Erfahrung und therapeutischem Kontext – und die Fähigkeit, professionell und verantwortungsvoll damit umzugehen.
Aufbau und Struktur
Phase 01 · Läuft seit September 2026
Grundkurs
120
Unterrichtseinheiten
26. September 2026 – 7. März 2027
Einführung in neuroästhetische Grundlagen, dialogische Methoden und die Praxis der kunst- und gesundheitsorientierten Vermittlung.
Phase 02 · Anmeldung offen
Aufbaukurs
120
Unterrichtseinheiten
10. April – 15. August 2027
Vertiefung und Spezialisierung, Praxisprojekte, Supervision und Abschluss mit dem anerkannten Zertifikat. Quereinstieg nach Absprache möglich.
Abschluss · Gesamt 240 Unterrichtseinheiten
Dialogue Art Health Coach
Module & Lernziele
Klicken Sie auf ein Modul, um die ausführliche Beschreibung zu öffnen.
Phase 01
Grundkurs
-
1Dialogische Kommunikation für Kultur- und Kunsterlebnisse26.–27.09.2026 · München20 UE
In diesem einführenden Modul steht die dialogische Haltung als Grundlage für lebendige Kultur- und Kunsterlebnisse im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden setzen sich intensiv mit der Frage auseinander, wie Kommunikation gestaltet sein muss, damit Menschen sich gesehen, gehört und eingeladen fühlen, ihre eigenen Wahrnehmungen und Gedanken einzubringen.
Ausgehend von eigenen Erfahrungen entwickeln die Teilnehmenden ein Verständnis dafür, wie Dialog Räume öffnen kann – insbesondere in kulturellen Kontexten, die oft von Wissensvermittlung geprägt sind. Dabei wird ein gesundheitsorientierter Ansatz verfolgt: Kommunikation wird als Ressource verstanden, die Selbstwirksamkeit stärkt, Stress reduziert und soziale Verbundenheit fördert.
Inhalte
- Grundlagen dialogischer Kommunikation (Haltung, Präsenz, Resonanz)
- Unterschied zwischen Vermittlung und dialogischem Prozess
- Aktives Zuhören, offene Fragetechniken und wertschätzende Gesprächsführung
- Gesprächsführung in Gruppen (Polylog)
- Umgang mit Unsicherheiten und „Nicht-Wissen“ im Dialog
- Abbau von Schwellenängsten gegenüber Kunst
- Förderung von Selbstwirksamkeit und psychischem Wohlbefinden durch dialogische Prozesse
- Praktische Übungen mit Kunstimpulsen und Reflexionsrunden
-
2Ästhetik, Wahrnehmung und kunsthistorische Grundlagen24.–25.10.2026 · Online20 UE
Dieses Modul widmet sich der bewussten Schulung von Wahrnehmung und ästhetischem Erleben. Die Teilnehmenden erforschen, wie individuelle Wahrnehmungsprozesse entstehen und wie diese im Dialog sichtbar gemacht werden können.
Im Fokus steht die Verbindung von Wahrnehmung, Emotion und Bedeutung. Durch gezielte Übungen lernen die Teilnehmenden, ihre eigene Wahrnehmung zu differenzieren und gleichzeitig offen für die Perspektiven anderer zu bleiben. Der gesundheitsorientierte Ansatz zeigt sich darin, dass achtsame Wahrnehmung zur Entschleunigung beiträgt, Stress reduziert und den Zugang zu eigenen Ressourcen stärkt.
Inhalte
- Grundlagen ästhetischer Wahrnehmung
- Subjektivität von Wahrnehmung und ihre Bedeutung im Dialog
- Achtsamkeitsbasierte Wahrnehmungsübungen
- Verbindung von Wahrnehmung, Emotion und Sprache
- Förderung von Resilienz durch bewusste Wahrnehmung
- Methoden zur Aktivierung von Wahrnehmung in Gruppen (auch online)
- Kunsthistorische Grundbegriffe und Bildanalyse
- Reflexion und Austausch in dialogischen Settings
-
3Objektorientierung – Moderation am Werk & Persönliche Zugänge zur Kunst28.–29.11.2026 · Berlin20 UE
Im Zentrum dieses Moduls steht die Arbeit mit Objekten – insbesondere Kunstwerken – als Ausgangspunkt für Dialoge. Die Teilnehmenden lernen, wie Objekte als „dritte Instanz“ im Gespräch wirken und einen sicheren Raum für Austausch und Reflexion schaffen können.
Der gesundheitsorientierte Ansatz zeigt sich hier besonders in der entlastenden Wirkung: Der Fokus auf das Objekt ermöglicht es, persönliche Themen indirekt anzusprechen, ohne sich exponieren zu müssen. Dies fördert Offenheit, reduziert Druck und unterstützt einen ressourcenorientierten Zugang zu eigenen Themen.
Inhalte
- Einführung in die objektorientierte Vermittlung
- Das Objekt als Impulsgeber für Dialog und Selbstreflexion
- Methoden der Bild- und Objektbetrachtung
- Fragetechniken zur Vertiefung von Wahrnehmung und Bedeutung
- Umgang mit unterschiedlichen Deutungen und Perspektiven
- Förderung von emotionaler Sicherheit im Gruppenkontext
- Praktische Anwendung mit Kunstwerken und Alltagsobjekten
-
+Extra-Modul: Kunstgeschichte Kompakt12.12.2026 · Online4 Std.
-
4Kreativ/künstlerische dialogische Methoden mit Kindern / Jugendlichen09.–10.01.2027 · München20 UE
Dieses Modul fokussiert auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und verbindet dialogische Ansätze mit kreativen Methoden. Ziel ist es, junge Menschen in ihrer Ausdrucksfähigkeit, Selbstwahrnehmung und sozialen Kompetenz zu stärken.
Die Teilnehmenden lernen, wie kreative Prozesse (z. B. Spiel, Bewegung, bildnerisches Gestalten) als Türöffner für Dialoge genutzt werden können. Der gesundheitsorientierte Ansatz liegt in der Förderung von emotionaler Ausdrucksfähigkeit, Selbstvertrauen und sozialer Integration.
Inhalte
- Entwicklungspsychologische Grundlagen (Kindheit und Jugend)
- Dialogische Haltung im Umgang mit jungen Menschen
- Kreative Methoden: Spiel, Theater, Bildarbeit, Bewegung
- Förderung von Selbstwirksamkeit und emotionaler Kompetenz
- Gestaltung sicherer und motivierender Lernräume
- Umgang mit Gruppendynamik und herausfordernden Situationen
- Entwicklung eigener Praxisformate
-
5Kunst für Menschen mit besonderen Bedürfnissen06.–07.02.2027 · Online20 UE
Dieses Modul fokussiert gezielt die Arbeit mit Menschen, deren Wahrnehmung, Denken oder emotionale Verarbeitung besondere Zugänge erfordern. Im Zentrum steht die Frage, wie Kunst und dialogische Prozesse gesundheitsfördernd wirken können, insbesondere bei Personen mit Demenz, Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten, Depressionen sowie im Kontext von Neurodivergenz.
Die Teilnehmenden lernen, wie ästhetische Erfahrungen und dialogische Methoden Räume schaffen können, in denen Menschen unabhängig von kognitiven oder psychischen Einschränkungen Zugang zu Ausdruck, Selbstwirksamkeit und innerer Stabilität finden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der ressourcenorientierten Perspektive: Nicht Defizite stehen im Vordergrund, sondern Möglichkeiten, Stärken und individuelle Ausdrucksformen. Kunst wird dabei als Medium genutzt, das jenseits von Sprache wirkt und emotionale sowie intuitive Zugänge eröffnet.
1. Arbeit mit Menschen mit Demenz
- Verstehen von Wahrnehmungs- und Erinnerungsprozessen bei Demenz
- Kunst als Zugang zu Emotion, Erinnerung und Identität
- Gestaltung von dialogischen Angeboten ohne Leistungsdruck
- Validierende und wertschätzende Kommunikation
- Sicherheit und Orientierung im Kontakt schaffen
2. Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten
- Reduktion von Komplexität und klare Strukturierung von Prozessen
- Aktivierende, niedrigschwellige Methoden
- Förderung von Aufmerksamkeit durch multisensorische Zugänge
- Stärkung von Selbstvertrauen und Motivation
3. Kunst im Kontext von Depression
- Wirkung von Kunst auf Emotion und innere Prozesse
- Schaffen von geschützten Räumen für Ausdruck ohne Bewertung
- Aktivierung von Ressourcen durch Wahrnehmung und Gestaltung
- Dialog als Möglichkeit, innere Zustände vorsichtig zu externalisieren
- Sensibler Umgang mit Rückzug, Antriebslosigkeit und Ambivalenz
4. Kunst und Neurodivergenz
- Verständnis für unterschiedliche Wahrnehmungs- und Denkweisen
- Anpassung von Methoden für neurodivergente Menschen (z. B. Autismus, ADHS)
- Bedeutung von Struktur, Klarheit und Reizregulation
- Nutzung visueller, körperlicher und intuitiver Zugänge
- Stärkenorientierte Begleitung individueller Ausdrucksformen
5. Kunst als Resilienztraining
- Kunst als Raum für Selbstregulation und Stressabbau
- Förderung von Achtsamkeit und innerer Stabilität
- Stärkung von Selbstwirksamkeit und emotionaler Ausdrucksfähigkeit
- Entwicklung von Methoden, die langfristig im Alltag wirken können
- Verbindung von Wahrnehmung, Körper und Dialog
-
6Abschlusskolloquium06.–07.03.2027 · Berlin20 UE
Im Abschlusskolloquium präsentieren die Teilnehmenden eigene Praxisprojekte oder Konzeptideen, die sie im Verlauf der Weiterbildung entwickelt haben. Dabei steht der dialogische Austausch im Vordergrund: Die Gruppe dient als Resonanzraum für Feedback, Weiterentwicklung und Reflexion.
Der gesundheitsorientierte Fokus liegt auf der Stärkung von Selbstvertrauen, Klarheit und professioneller Identität. Die Teilnehmenden erleben sich als wirksam und kompetent in der Anwendung der erlernten Methoden.
Inhalte
- Präsentation eigener Praxisprojekte
- Kollegiales Feedback im dialogischen Format
- Reflexion des eigenen Lernprozesses
- Transfer in die berufliche Praxis
- Klärung individueller nächster Schritte
- Abschlussrunde und Ausblick
Praxispräsentation & Zertifikat der erfolgreichen Kursteilnahme
Lernziel
Grundkompetenzen in dialogischer Kunstrezeption und neuroästhetischen Grundlagen – Befähigung zur Durchführung einfacher dialogischer Kunstformate in präventiven Kontexten.
Phase 02
Aufbaukurs
-
1Neuroästhetik, Resilienz & mentale Gesundheit10.–11.04.202720 UE
- Stressmodelle & Mental Health
- Limbisches System & Emotionsregulation – Grundlagen zu Stress, Emotionen und körperlichen Reaktionen sowie Methoden zur bewussten Emotions- und Stressregulation
- Ressourcenaktivierung – eigene Stärken, Fähigkeiten und unterstützende Ressourcen erkennen, aktivieren und gezielt zur Stressbewältigung einsetzen
- Präventive Mental-Health-Formate – Kennenlernen und Entwicklung von niedrigschwelligen Formaten zur Förderung mentaler Gesundheit, Resilienz und Stressprävention
- Ethische Abgrenzung zur Therapie – Verständnis der eigenen fachlichen Grenzen sowie klare Unterscheidung zwischen Prävention, Coaching und psychotherapeutischer Behandlung
- Self-Study & Vertiefung – individuelle Vertiefung durch Fachliteratur, wissenschaftliche Inhalte, Reflexionsübungen und weiterführende Lernmaterialien
-
2Dialogische Methoden für Kinder und Jugendliche / Schule08.–09.05.202720 UE
Kunst, Lernen & persönliche Entwicklung
- Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten – kreative Methoden zur Förderung von Aufmerksamkeit, Konzentration und einem positiven Zugang zu Lernprozessen
- Altersgerechte Vermittlungsformate – Entwicklung von niedrigschwelligen und altersgerechten Zugängen, die unterschiedliche Bedürfnisse, Interessen und Lernvoraussetzungen berücksichtigen
- Formate für den schulischen Kontext
- Förderung von Selbstwirksamkeit – eigene Fähigkeiten entdecken, kreative Entscheidungen treffen und durch Erfolgserlebnisse Vertrauen in die eigenen Kompetenzen stärken
- Identitätsbildung durch Kunst – Kunst als Möglichkeit, eigene Interessen, Gefühle und Perspektiven auszudrücken und die persönliche Identitätsentwicklung zu unterstützen
- Umgang mit Überforderung & Unruhe – kreative Übungen und Methoden kennenlernen, die dabei helfen, innere Unruhe zu regulieren, Überforderung wahrzunehmen und eigene Strategien im Umgang damit zu entwickeln
- Interesse an Kunst wiederentdecken – Neugier und Freude an künstlerischer Auseinandersetzung fördern und einen persönlichen, spielerischen Zugang zu Kunst ermöglichen
- Self-Study & Vertiefung – individuelle Vertiefung durch Fachliteratur, Praxisbeispiele, Reflexion und weiterführende Materialien zu Kunstvermittlung, Lernen und persönlicher Entwicklung
-
3Coaching mit Kunst / Sokratisches Fragen05.–06.06.202720 UE
Persönlichkeitsentwicklung – Coaching mit Kunst
- Grundlagen der Mäeutik – Einführung in die sokratische Methode und das Prinzip, Menschen durch gezielte Fragen zur eigenen Erkenntnis und Reflexion zu begleiten
- Strukturierte Fragetechniken – Kennenlernen und Anwenden verschiedener Fragetechniken, die Reflexion, Selbstwahrnehmung und eigenständiges Denken fördern
- Argumentationsprüfung – eigene Annahmen, Überzeugungen und Schlussfolgerungen hinterfragen und auf ihre Logik und Plausibilität überprüfen
- Perspektivwechsel fördern – durch gezielte Fragen neue Sichtweisen eröffnen und alternative Perspektiven auf persönliche Themen und Herausforderungen entwickeln
- Denkgewohnheiten erkennen – wiederkehrende Denkmuster und persönliche Überzeugungen wahrnehmen, reflektieren und gegebenenfalls neue Sichtweisen entwickeln
- Kunst als Reflexionsraum – künstlerische Werke und kreative Prozesse als Impuls nutzen, um persönliche Themen sichtbar zu machen, neue Fragen zu entwickeln und Selbstreflexion anzuregen
- Self-Study & Vertiefung – individuelle Vertiefung durch Fachliteratur, Praxisübungen, Reflexionsaufgaben und weiterführende Materialien zu Coaching, Persönlichkeitsentwicklung und Kunst
-
4Gruppenleitung und Team Coaching03.–04.07.202720 UE
Gruppendynamik, Inklusion & Angebotsentwicklung
- Gruppendynamische Prozesse verstehen – Rollen, Beziehungen und Dynamiken innerhalb von Gruppen erkennen und für eine konstruktive Zusammenarbeit nutzbar machen
- Inklusive Vermittlung – Gestaltung von Angeboten, die allen Teilnehmenden einen Zugang ermöglichen
- Arbeit mit heterogenen Gruppen – unterschiedliche Voraussetzungen, Bedürfnisse und Entwicklungsstufen berücksichtigen
- Neurodiverse Zielgruppen – Anpassung von Methoden, Struktur und Reizniveau
- Traumasensible Haltung (nicht-therapeutisch) – achtsamer Umgang mit belastenden Themen im Rahmen präventiver Angebote
- Professionelle Abgrenzung – Klarheit über die eigenen fachlichen Grenzen
- Krisensensible Moderation – Gruppenprozesse auch in herausfordernden Situationen sicher und wertschätzend begleiten; Sensibilität für unterschiedliche Bedürfnisse, Spannungen und emotionale Dynamiken entwickeln und angemessen darauf reagieren
- Mehrstufige Angebotskonzepte – Aufbau aufeinander abgestimmter Formate und Lernangebote, die unterschiedliche Zielgruppen, Bedürfnisse und Entwicklungsstufen berücksichtigen und eine kontinuierliche Begleitung ermöglichen
- Aufbau nachhaltiger Programme – Entwicklung langfristig tragfähiger Programme von der ersten Konzeption bis zur praktischen Umsetzung; im Fokus stehen klare Strukturen, nachhaltige Wirkung und eine sinnvolle Verbindung verschiedener Methoden und Inhalte
- Self-Study & Vertiefung – individuelle Weiterentwicklung durch Fachliteratur, Praxisbeispiele, Reflexionsübungen und weiterführende Materialien zu Gruppendynamik, Moderation und Angebotsentwicklung
-
5Praxislabor, Professionalisierung, Profilschärfung, Supervision24.–25.07.202720 UE
Entwicklung eines marktfähigen Angebots
- Entwicklung & Erprobung des eigenen Angebots – von der ersten Idee bis zur konkreten Ausgestaltung eines stimmigen und zielgruppenorientierten Angebots; Inhalte, Methoden und Ablauf werden praxisnah entwickelt und im geschützten Rahmen erprobt
- Durchführung im geschützten Rahmen – erste praktische Erfahrungen in einem begleiteten und wertschätzenden Umfeld sammeln; die eigene Rolle, Methodik und Wirkung reflektieren und das Angebot auf Basis der Erfahrungen weiterentwickeln
- Supervision – professionelle Begleitung und Reflexion der eigenen Arbeit; Herausforderungen, Rollenverständnis und konkrete Praxiserfahrungen werden gemeinsam betrachtet und für die weitere Entwicklung genutzt
- Positionierung & Kalkulation – Entwicklung eines klaren Profils und einer nachvollziehbaren Positionierung; Grundlagen der Preisgestaltung, Kostenkalkulation und wirtschaftlichen Planung eines tragfähigen Angebots
- Self-Study & Vertiefung – individuelle Vertiefung durch Fachliteratur, Praxisübungen, Reflexionsaufgaben und weiterführende Materialien zu Angebotsentwicklung, Positionierung und Selbstständigkeit
-
6Abschlusskolloquium14.–15.08.202720 UE
- Konzeption & Entwicklung – Entwicklung eines eigenen neuroästhetischen Formats auf Grundlage der erlernten Inhalte; dabei werden neuroästhetische Erkenntnisse mit künstlerischen und praxisorientierten Methoden zu einem eigenständigen Angebot verbunden
- Praktische Durchführung – Umsetzung des entwickelten Formats mit einer geeigneten Zielgruppe und Erprobung der gewählten Methoden und Inhalte in der Praxis
- Schriftliche Dokumentation – strukturierte Dokumentation der Konzeption, Durchführung und Reflexion; Zielsetzung, methodisches Vorgehen, Erfahrungen und Erkenntnisse werden nachvollziehbar festgehalten
- Präsentation im Fachkolloquium – Vorstellung und fachliche Einordnung des eigenen Formats im Rahmen eines abschließenden Fachkolloquiums; die Präsentation bietet Raum für Reflexion, fachlichen Austausch und Feedback zur weiteren Entwicklung
Abschluss: Zertifikat »Dialogue Art Health Coach«
Lernziel
Professionelle Spezialisierung im Bereich Mental Health, Praxisprojekte, Marktpositionierung und nachhaltige Programmentwicklung bis zum Zertifikatsabschluss.
Für wen ist die Weiterbildung?

Kulturbereich
Kulturvermittler:innen & Museumspädagog:innen
Fachkräfte aus Museen, Galerien, Kulturzentren und Bildungseinrichtungen, die ihre Vermittlungsarbeit um neuroästhetische und gesundheitsorientierte Dimensionen erweitern möchten.
Gesundheit & Soziales
Mental-Health-Fachkräfte & Therapeut:innen
Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen und therapeutisch Tätige, die kunstbasierte Methoden in ihre professionelle Praxis integrieren und wissenschaftlich fundieren möchten.
Bildung
Pädagog:innen & Lehrende
Lehrerinnen und Lehrer, Dozent:innen und Erziehungsfachkräfte, die ästhetische Bildung mit Ansätzen der psychischen Gesundheitsförderung verbinden wollen.
Kunstpraxis
Künstler:innen & Kunstpraktiker:innen
Künstlerisch Tätige, die ihre Praxis um dialogische und therapeutisch informierte Formate erweitern und in gesundheits- oder sozialorientierten Kontexten arbeiten möchten.
Voraussetzung für den Aufbaukurs
Grundkurs oder gleichwertige Vorkenntnisse
Für die Einschreibung in den Aufbaukurs ist der erfolgreiche Abschluss des Grundkurses oder der Nachweis gleichwertiger Vorkenntnisse im Bereich dialogischer Kunstvermittlung erforderlich. Ein Quereinstieg ist nach Absprache möglich. Bei Fragen zur Anrechnung bestehender Qualifikationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Investition & Konditionen
Phase 01 · Läuft seit Sep 2026
Grundkurs
€ 2.499
Regulärer Beitrag
Privatzahler: € 1.785
Gesamtpaket · Empfohlen
Grund- & Aufbaukurs
€ 4.499
Regulärer Beitrag
Privatzahler: € 3.200
Phase 02 · Start 10. April 2027
Aufbaukurs
€ 2.499
Regulärer Beitrag
Privatzahler: € 1.785
Einzelmodul: € 550 (ermäßigt € 400). Eine UE entspricht 45 Minuten. Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt.
Ratenzahlung ist möglich – bitte wenden Sie sich direkt an info@kunstunddialog.de.
Aktuelle Termine
Aufbaukurs · Phase 02
Nächster Start
10. April – 15. August 2027
Berufsbegleitend · Hybrid · Quereinstieg nach Absprache möglich
Grundkurs · Phase 01
Läuft derzeit
26. September 2026 – 7. März 2027
Berufsbegleitend · München, Berlin & Online (Hybrid)
Online · Kostenfrei · Offen für alle Interessierten
Lernen Sie das Institut und das Kurskonzept kennen – ohne Anmeldung, ohne Verpflichtung. Für weitere Fragen erreichen Sie uns auch direkt per E-Mail.
Neue Termine folgen
Online via Zoom
Die nächsten Infoveranstaltungen zum Aufbaukurs werden hier in Kürze veröffentlicht. Bis dahin beraten wir Sie gern persönlich.
Interesse geweckt?
Wir freuen uns über Ihre Anmeldung und stehen Ihnen bei Rückfragen jederzeit zur Verfügung. Die Buchung erfolgt über unser Buchungssystem – oder schreiben Sie uns direkt.
Literatur & Referenzen
-
WHO Scoping Review – Health Evidence Network Synthesis Report
-
Das Heilende Museum – Bode-Museum Berlin
-
Biophilia: Nature Reimagined – Denver Art Museum
-
Open up with Vincent – Van Gogh Museum Amsterdam

