Zertifikatsweiterbildung
Neuroästhetische Dialogische Kunst- und Mental Health Intervention
Veranstaltungsorte: München | Berlin | Online (Hybrid)
📌 Kostenlose Informationsveranstaltungen (online)
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- Mittwoch, den 17.06.2026 | 19:00–20:00 Uhr
- Samstag, den 25.07.2026 | 11:00–12:00 Uhr
- Samstag, den 05.09.2026 | 11:00–12:00 Uhr
- Mittwoch, den 09.09.2026 | 19:00–20:00 Uhr
TERMINE UND MODULSTRUKTUR
GRUNDKURS
Dialogische Kunstrezeption & Neuroästhetische Grundlagen
Beginn: 26. September 2026
Dauer: 6 x 2-Tages-Module plus Praxispräsentation von September 2026 – März 2027 (120 UE à 45 min) inkl. Self-Study Anteile)
Ende: 7. März 2027
Modultermine Grundkurs
Modul 1 – Dialogische Kommunikation für Kultur- und Kunsterlebnisse
📅 26.–27.09.2026 München
Modul 2 – Ästhetik und Wahrnehmung
📅 24.–25.10.2026 online
Modul 3 – Objektorientierung & kunsthistorische Grundlagen
📅 28.–29.11.2026 Berlin
(+ Online-Modul kunsthistorischer Überblick, 4 Std., separater Termin)
Modul 4 – Kreative dialogische Methoden für Kinder und Jugendliche
📅 09.–10.01.2027 online
Modul 5 – Umgang mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen
📅 06.–07.02.2027 München
Modul 6 – Abschluss Grundkurs und Abschlussprüfung
📅 06.–07.03.2027 Berlin oder München
Praxispräsentation & Zertifikat der erfolgreichen Kursteilnahme
(detailierte Modulbeschreibung s.u.)
Kosten
Grundkurs (Basisqualifikation): 2.100€ (Ermäßigter Preis* 1.100€)
Anmeldung und weitere Informationen bitte unter info@kunstunddialog.de.
AUFBAUKURS
Neuroästhetische Mental-Health-Intervention & Professionalisierung
Beginn: 10. April 2027
Dauer: Dauer: 6 x 2-Tages-Module plus Praxispräsentation von April bis August 2027 (120 UE à 45 min) inkl. Self-Study Anteile)
Ende: 15. August 2027
Modultermine Aufbaukurs
Modul 1 – Neuroästhetik, Resilienz & mentale Gesundheit
📅 10.–11.04.2027 München
Modul 2 – Sokratische Fragetechniken und systemisches Denken
📅 08.–09.05.2027 online
Modul 3 – Vermittlung & Zielgruppenspezialisierung
📅 05.–06.06.2027 Berlin
Modul 4 – Praxislabor & Angebotsentwicklung
📅 03.–04.07.2027 online
Modul 5 – Supervision & professionelle Positionierung
📅 24.–25.07.2027 München
Modul 6 – Abschlusskolloquium & Zertifizierung
📅 14.–15.08.2027 (Berlin oder München nach Interesse )
Abschluss:
„Zertifizierte:r Neuroästhetische:r Dialogische:r Kunst- und Mental Health Coach“
Kosten
Aufbaukurs: 2.o00€ zzgl. Mwst. (Ermäßigter Preis* 1.o00€ zzgl. Mwst.), konsekutiv 1.900€ zzgl. Mwst.
Grund- und Aufbaukurs: 3.700€ (Ermäßigter Preis* 1.800€)
Einzelmodul: 450€ zzgl. Mwst
Anmeldung und weitere Informationen bitte unter info@kunstunddialog.de.
Inhalte der Zertifikatsweiterbildung
Neuroästhetische Dialogische Kunst- und Mental Health Intervention
Gesamtstruktur:
-
Grundkurs (Basisqualifikation)
-
Aufbaukurs (Vertiefung & Professionalisierung)
Gesamtumfang beider Stufen: 240 UE (à 45 Minuten)
GRUNDKURS INHALTE
Dialogische Kunstrezeption & neuroästhetische Grundlagen
Umfang: 120 UE
Dauer: 4–5 Monate berufsbegleitend
Ziel:
Vermittlung der dialogischen, ästhetischen und neurokognitiven Basis.
Der Grundkurs qualifiziert zur Durchführung einfacher dialogischer Kunstformate im präventiven Kontext.
Zertifikat:
„Grundkurs Dialogische Kunstrezeption & Neuroästhetik“
Modul GK 1 – Dialogische Kommunikation für Kultur- und Kunsterlebnisse (22 UE) MÜNCHEN
In diesem einführenden Modul steht die dialogische Haltung als Grundlage für lebendige Kultur- und Kunsterlebnisse im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden setzen sich intensiv mit der Frage auseinander, wie Kommunikation gestaltet sein muss, damit Menschen sich gesehen, gehört und eingeladen fühlen, ihre eigenen Wahrnehmungen und Gedanken einzubringen.
Ausgehend von eigenen Erfahrungen entwickeln die Teilnehmenden ein Verständnis dafür, wie Dialog Räume öffnen kann – insbesondere in kulturellen Kontexten, die oft von Wissensvermittlung geprägt sind. Dabei wird ein gesundheitsorientierter Ansatz verfolgt: Kommunikation wird als Ressource verstanden, die Selbstwirksamkeit stärkt, Stress reduziert und soziale Verbundenheit fördert.
Inhalte
- Grundlagen dialogischer Kommunikation (Haltung, Präsenz, Resonanz)
- Unterschied zwischen Vermittlung und dialogischem Prozess
- Aktives Zuhören, offene Fragetechniken und wertschätzende Gesprächsführung
- Gesprächsführung in Gruppen (Polylog)
- Umgang mit Unsicherheiten und „Nicht-Wissen“ im Dialog
- Abbau von Schwellenängsten gegenüber Kunst
- Förderung von Selbstwirksamkeit und psychischem Wohlbefinden durch dialogische Prozesse
- Praktische Übungen mit Kunstimpulsen und Reflexionsrunden
Modul GK 2 – Ästhetik und Wahrnehmung (22 UE)
Dieses Modul widmet sich der bewussten Schulung von Wahrnehmung und ästhetischem Erleben. Die Teilnehmenden erforschen, wie individuelle Wahrnehmungsprozesse entstehen und wie diese im Dialog sichtbar gemacht werden können.
Im Fokus steht die Verbindung von Wahrnehmung, Emotion und Bedeutung. Durch gezielte Übungen lernen die Teilnehmenden, ihre eigene Wahrnehmung zu differenzieren und gleichzeitig offen für die Perspektiven anderer zu bleiben. Der gesundheitsorientierte Ansatz zeigt sich darin, dass achtsame Wahrnehmung zur Entschleunigung beiträgt, Stress reduziert und den Zugang zu eigenen Ressourcen stärkt.
Inhalte:
- Grundlagen ästhetischer Wahrnehmung
- Subjektivität von Wahrnehmung und ihre Bedeutung im Dialog
- Achtsamkeitsbasierte Wahrnehmungsübungen
- Verbindung von Wahrnehmung, Emotion und Sprache
- Förderung von Resilienz durch bewusste Wahrnehmung
- Methoden zur Aktivierung von Wahrnehmung in Gruppen (auch online)
- Reflexion und Austausch in dialogischen Settings
Modul GK 3 – Objektorientierung und dialogische Werkerschließung (24 UE)
Im Zentrum dieses Moduls steht die Arbeit mit Objekten – insbesondere Kunstwerken – als Ausgangspunkt für Dialoge. Die Teilnehmenden lernen, wie Objekte als „dritte Instanz“ im Gespräch wirken und einen sicheren Raum für Austausch und Reflexion schaffen können.
Der gesundheitsorientierte Ansatz zeigt sich hier besonders in der entlastenden Wirkung: Der Fokus auf das Objekt ermöglicht es, persönliche Themen indirekt anzusprechen, ohne sich exponieren zu müssen. Dies fördert Offenheit, reduziert Druck und unterstützt einen ressourcenorientierten Zugang zu eigenen Themen.
Inhalte
- Einführung in die objektorientierte Vermittlung
- Das Objekt als Impulsgeber für Dialog und Selbstreflexion
- Methoden der Bild- und Objektbetrachtung
- Fragetechniken zur Vertiefung von Wahrnehmung und Bedeutung
- Umgang mit unterschiedlichen Deutungen und Perspektiven
- Förderung von emotionaler Sicherheit im Gruppenkontext
- Praktische Anwendung mit Kunstwerken und Alltagsobjekten
Modul GK 4 – Kreative dialogische Methoden für Kinder und Jugendliche
Dieses Modul fokussiert auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und verbindet dialogische Ansätze mit kreativen Methoden. Ziel ist es, junge Menschen in ihrer Ausdrucksfähigkeit, Selbstwahrnehmung und sozialen Kompetenz zu stärken.
Die Teilnehmenden lernen, wie kreative Prozesse (z. B. Spiel, Bewegung, bildnerisches Gestalten) als Türöffner für Dialoge genutzt werden können. Der gesundheitsorientierte Ansatz liegt in der Förderung von emotionaler Ausdrucksfähigkeit, Selbstvertrauen und sozialer Integration.
Inhalte:
- Entwicklungspsychologische Grundlagen (Kindheit und Jugend)
- Dialogische Haltung im Umgang mit jungen Menschen
- Kreative Methoden: Spiel, Theater, Bildarbeit, Bewegung
- Förderung von Selbstwirksamkeit und emotionaler Kompetenz
- Gestaltung sicherer und motivierender Lernräume
- Umgang mit Gruppendynamik und herausfordernden Situationen
- Entwicklung eigener Praxisformate
Modul GK 5 – Umgang mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen
Dieses Modul fokussiert gezielt die Arbeit mit Menschen, deren Wahrnehmung, Denken oder emotionale Verarbeitung besondere Zugänge erfordern. Im Zentrum steht die Frage, wie Kunst und dialogische Prozesse gesundheitsfördernd wirken können, insbesondere bei Personen mit Demenz, Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten, Depressionen sowie im Kontext von Neurodivergenz.
Die Teilnehmenden lernen, wie ästhetische Erfahrungen und dialogische Methoden Räume schaffen können, in denen Menschen unabhängig von kognitiven oder psychischen Einschränkungen Zugang zu Ausdruck, Selbstwirksamkeit und innerer Stabilität finden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der ressourcenorientierten Perspektive: Nicht Defizite stehen im Vordergrund, sondern Möglichkeiten, Stärken und individuelle Ausdrucksformen. Kunst wird dabei als Medium genutzt, das jenseits von Sprache wirkt und emotionale sowie intuitive Zugänge eröffnet.
Inhalte:
1. Arbeit mit Menschen mit Demenz
- Verstehen von Wahrnehmungs- und Erinnerungsprozessen bei Demenz
- Kunst als Zugang zu Emotion, Erinnerung und Identität
- Gestaltung von dialogischen Angeboten ohne Leistungsdruck
- Validierende und wertschätzende Kommunikation
- Sicherheit und Orientierung im Kontakt schaffen
2. Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten
- Reduktion von Komplexität und klare Strukturierung von Prozessen
- Aktivierende, niedrigschwellige Methoden
- Förderung von Aufmerksamkeit durch multisensorische Zugänge
- Stärkung von Selbstvertrauen und Motivation
3. Kunst im Kontext von Depression
- Wirkung von Kunst auf Emotion und innere Prozesse
- Schaffen von geschützten Räumen für Ausdruck ohne Bewertung
- Aktivierung von Ressourcen durch Wahrnehmung und Gestaltung
- Dialog als Möglichkeit, innere Zustände vorsichtig zu externalisieren
- Sensibler Umgang mit Rückzug, Antriebslosigkeit und Ambivalenz
4. Kunst und Neurodivergenz
- Verständnis für unterschiedliche Wahrnehmungs- und Denkweisen
- Anpassung von Methoden für neurodivergente Menschen (z. B. Autismus, ADHS)
- Bedeutung von Struktur, Klarheit und Reizregulation
- Nutzung visueller, körperlicher und intuitiver Zugänge
- Stärkenorientierte Begleitung individueller Ausdrucksformen
5. Kunst als Resilienztraining
- Kunst als Raum für Selbstregulation und Stressabbau
- Förderung von Achtsamkeit und innerer Stabilität
- Stärkung von Selbstwirksamkeit und emotionaler Ausdrucksfähigkeit
- Entwicklung von Methoden, die langfristig im Alltag wirken können
- Verbindung von Wahrnehmung, Körper und Dialog
Modul 6 Abschluss Grundkurs (20 UE)
Im Abschlusskolloquium präsentieren die Teilnehmenden eigene Praxisprojekte oder Konzeptideen, die sie im Verlauf der Weiterbildung entwickelt haben. Dabei steht der dialogische Austausch im Vordergrund: Die Gruppe dient als Resonanzraum für Feedback, Weiterentwicklung und Reflexion.
Der gesundheitsorientierte Fokus liegt auf der Stärkung von Selbstvertrauen, Klarheit und professioneller Identität. Die Teilnehmenden erleben sich als wirksam und kompetent in der Anwendung der erlernten Methoden.
Inhalte:
- Präsentation eigener Praxisprojekte
- Kollegiales Feedback im dialogischen Format
- Reflexion des eigenen Lernprozesses
- Transfer in die berufliche Praxis
- Klärung individueller nächster Schritte
- Abschlussrunde und Ausblick
AUFBAUKURS INHALTE
Neuroästhetische Mental-Health-Intervention & Professionalisierung
Umfang: 120 UE
Dauer: 4–5 Monate berufsbegleitend
Voraussetzung: erfolgreicher Abschluss des Grundkurses oder gleichwertige Vorkenntnisse.
Ziel:
Professionalisierung, Zielgruppenarbeit, Mental-Health-Bezug und Marktentwicklung.
Abschluss: Zertifizierte:r Neuroästhetische:r Dialogische:r Kunst- und Mental Health Coach
Modul AK 1 – Neuroästhetik, Resilienz und mentale Gesundheit (20 UE)
-
Stressmodelle
-
limbisches System & Emotionsregulation
-
Ressourcenaktivierung
-
präventive Mental-Health-Formate
-
ethische Abgrenzung zur Therapie
- Self-Study Vertiefung
Modul GK 2 – Sokratisches Denken und Fragetechniken (22 UE)
-
Grundlagen der Mäeutik
-
Strukturierte Fragetechniken
-
Argumentationsprüfung
-
Perspektivwechsel fördern
-
Denkgewohnheiten erkennen
- Self-Study Vertiefung
Modul AK 2 – Kreative dialogische Methoden für Kinder und Jugendliche (20 UE)
-
Altersgerechte Vermittlungsformate
-
Förderung von Selbstwirksamkeit
-
Identitätsbildung durch Kunst
-
Umgang mit Überforderung und Unruhe
- Self-Study Vertiefung
Modul AK 3 – Umgang mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen (20 UE)
-
Inklusive Vermittlung
-
Arbeit mit heterogenen Gruppen
-
neurodiverse Zielgruppen
-
traumasensible Haltung (nicht-therapeutisch)
-
professionelle Abgrenzung
- Self-Study Vertiefung
Modul AK 4 – Gruppenleitung & Interventionsdesign (20 UE)
-
Gruppendynamik
-
Krisensensible Moderation
-
mehrstufige Angebotskonzepte
-
Aufbau nachhaltiger Programme
- Self-Study Vertiefung
Modul AK 5 – Praxislabor, Supervision & Professionalisierung (20 UE)
-
Entwicklung eines marktfähigen Angebots
-
Durchführung im geschützten Rahmen
-
Supervision
-
Positionierung & Kalkulation
- Self-Study Vertiefung
Abschluss Aufbaukurs – Kolloquium (20 UE)
-
Konzeption eines eigenständigen neuroästhetischen Formats
-
Durchführung
-
schriftliche Dokumentation
-
Präsentation im Fachkolloquium
