Stühle, 1998, 103x83cm ©frank darius

„Der Mensch wird am Du zum Ich.“

Martin Buber

Manchmal braucht es ein Gegenüber, um sich der eigenen Intuition, dem eigenen inneren Wissen klar zu werden und wieder auf dieses zu hören.

 

Kreatives Kommunikationstraining für Führungskräfte und

Personalentwickler

 

Zur Methode:

Das kunstorientierte Kommunikationstraining nutzt die Möglichkeiten der Kunstbetrachtung, um neue Impulse zu einem Thema zu finden Ein Kunstwerk bildet den Ausgangspunkt für die Gruppendiskussion. Durch die besondere Form der Werk-Befragung nähern wir uns dem Thema orientiert am gewählten Kunstwerk auf ganz neue Art. Wir finden innovative Gedankenanstöße und Impulse für unser eigenes Denken und Argumentieren. Sie werden dabei eingeladen Fragen zu formulieren und eigene Antworten zu finden. Ihr Erkennen, Erleben und Argumentieren führt zu neuen Impulsen, die zu neuen Handlungspotentialen im Unternehmen führen können.

 

Das Training gliedert sich in drei Phasen und hat folgenden theoretischen Hintergrund:

PHASE I

In der Phase I geht es um WAHRNEHMEN; SEHEN; und ERLEBEN von Kunst. Hierbei stehen die eigene Betrachtung und das persönliche Empfinden von Kunst im Vordergrund. Es geht um die Möglichkeit einer ästhetischen Kontemplation (Anschauung, Betrachtung, Bewusstseinserweiterung). Theoretisch basiert diese Phase auf Erkenntnissen der Kunsthistorik, Werksanalyse, der Wahrnehmungspsychologie und Psychologie der Ästhetik (Dietrich Dörner, 2001) und Komplexitätsreduktion, Selbstwirksamkeitstheorie und Kompetenzerleben.

PHASE II

In Phase II geht es eine Form der THEMENGELEITETEN INTERAKTION. Angeregt und stimuliert durch die Betrachtung und das Erleben der Kunst und dem Dialog mit den anderen Gruppenmitgliedern kommt es zu neuen Impulsen Gedanken, Ideen und Betrachtungsweisen des jeweils gewählten Themas. Hier steht die Elaboration (Informationsverarbeitung) im Vordergrund. Phase II basiert auf Theorien der Kreativitätsforschung (Mihaly Csikszentmihalyi, 2003) Phase I und II können als Selbstbildungsprozess verstanden werden.

PHASE III

In Phase III geht es dann um PROBLEMLÖSUNG und INNOVATION. Durch den Prozess der Elaboration und Illumination (Erkenntnisgewinnung) kann es nun zu einer Lösung der zuvor definierten Problemstellung kommen. Angeregt durch die Kunst, den daraus resultierten Dialog folgt nun der Schritt, Dinge, Frage, Probleme neu zu kombinieren und eine Lösung für das selbst definierte/ gewählte Thema /Problem zu finden. Phase III basiert auf der Theorie der Problemlösefähigkeit und Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan (1983).

Die Methode der kunstorientierten Kommunikation basiert auf Anregungen der Bilderstrategie von Franz-Josef Löhrer

Franz-Josef Löhrer, Erfolgreich führen durch die Bilderstrategie. DumontManagement Verlag Köln, 2004

Learning to think by looking at art“ von David N. Perkins, Getty Publications, 1994

 

 

 

„Dialogues fascilitated by Art“
Kunstorientiertes Kommunikationstraining für Unternehmensabteilungen

 

Innovative Problemlösungen, neue Produktideen, erfolgreiches Marketing – der Erfolg von Unternehmen in einem sich verschärfenden Wettbewerb hängt in entscheidendem Maße davon ab, sich ständig „neu zu erfinden“. Eine Basis dafür ist eine funktionierende Kommunikation aller Beteiligten innerhalb der Wertschöpfungskette: im Unternehmen auch über Abteilungsgrenzen hinweg bzw. darüber hinaus auch z.B. mit Zulieferern und Key Accounts. Dabei treffen häufig nicht nur unterschiedliche Fachsprachen sondern auch fremde Kommunikationskulturen aufeinander.

Das Weiterbildungsinstitut kunstunddialog bietet in diesem Kontext ein völlig neues Format zur Unterstützung von Kommunikationsprozssen bzw. zur Begleitung bei der Ideenfindung an: „Dialogues fascilitated by Art“. Moderiert von unseren Kommunikations- und Kunstexpertinnen nutzen wir gemeinsam mit ihnen zeitgenössische Kunst als einen Katalysator und Bezugspunkt für eine neue Gesprächskultur im Sinne eines sokratischen Dialoges. In ausgewählten Museen der Staatlichen Sammlung Berlin sowie bei Bedarf auch in ihrem Unternehmen (inhouse) führen wir kunstorientierte Kommunikationstrainings zu ihren spezifischen Themen durch.

 

Zur Methode

Das kunstorientierte Kommunikationstraining kombiniert Verfahren der Kunstbetrachtung mit der Methodik des sokratischen Dialoges, um neue Impulse zu einem Thema zu finden bzw. Kommunikationsprozesse aufeinander zu beziehen. Ein Kunstwerk bildet dazu den Bezugspunkt für eine moderierte Gruppendiskussion. Ausgangspunkt ist immer ein konkretes Thema ihres Unternehmens bzw. der beteiligten Abteilungen oder Personen.

 

Szenario 1: Abteilungsübergreifende Kommunikation

In einem mittelständischen Unternehmen gibt es ein gewisses Spannungsverhältnis zwischen der Entwicklung und dem Vertrieb. In den Worten eines Teilnehmers „sprechen die Entwickler eine andere Sprache als wir Vertriebsleute“. In gemeinsamen Meetings zu notwendigen Produktanpassungen wird „aneinander vorbeigesprochen“ , das Vokabular ist nicht das gleiche. „Der Vertrieb verspricht den Kunden Unmögliches“ – „die Entwicklung geht nicht auf die Kundenwünsche ein“. In einem kunstorientierten Kommunikationstraining kommen die „Entwicklungsabteilung“ und der „Vertrieb“ zusammen, um vor ausgewählten Kunstwerken einen Sokratischen Dialog durchzuführen. Das Kunstwerk dient dabei als Anker, jede Aussage wird daran belegt. Diese Rückbindung hilft, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln und zu einer produktiven Kommunikation zu finden. Die Mitarbeiter verstehen die Ziele, Arbeitsweisen und Rahmenbedingungen der jeweils anderen Abteilung besser, die Zusammenarbeit wird verbessert. Kundenwünsche und Produktideen werden besser kommuniziert und verstanden.

 

Szenario II: Ideenfindung für Problemlösung

Ein städtischer Energieversorger will in einem Workshop Ideen entwickeln, welche zusätzlichen Dienstleistungen rund um das Thema Energie möglich wären. Ein erstes Brainstorming verlief jedoch nicht befriedigend, die Ideen kreisten eng um das bisherige Serviceprogramm. In einem zweiteiligen kunstorientierten Kommunikationstraining wird an einem ersten Termin das Thema „Energie“ vor einem ausgewählten Kunstwerk in seiner Bedeutung in multiple Perspektiven ausgearbeitet. An einem zweiten Termin wird dann das Thema „Dienstleistung“ erschlossen. Die Arbeitsergebnisse dienen der Gruppe als Basismaterial für weitere Entwicklungsarbeiten für zukünftige Dienstleistungen. Das Spektrum der Ideen hat sich nach den kunstorientierten Kommunikationstrainings stark erweitert, neue und vielversprechende Ideen sind dazugekommen und können das Serviceangebot des Energieversorgers in überraschender Weise erfolgreich ausbauen.

 

Warum zeitgenössische Kunst?

Zeitgenössische Kunst empfinden viele Menschen als schwierig und fremd. Genau deshalb eignet sie sich ausgezeichnet, die Teilnehmer/innen in ein möglichst offenes Feld des Diskurses zu führen. Scheinbar Unverständliches oder Belangloses zwingt uns, zunächst einen Schritt zurückzugehen und die Dinge einfach nur zu betrachten und zu beschreiben. Die von uns ausgewählten Kunstwerke dienen der Gruppe im weiteren Kommunikationsprozess sowohl als gemeinsame Basis, an die Bedeutung permanent rückgebunden werden muss, als auch als Inspirationsquelle für überraschende Ideen.

Beispiele aus kunstorientierten Kommunikationstrainings

 

„Fokussierung“              „Erfolgreich werden“

 

„Zusammenarbeiten“

 

 

„Nachfolge“                  „Hierarchien abbauen“

 

Wichtig für die Auswahl der Exponate ist deren Vielschichtigkeit und Komplexität. Teilweise offensichtliche Anknüpfungspunkte sind – falls vorhanden – nur als Einstiegspunkte gewählt. Schichtenweise nähern wir uns durch die Moderation einer multiperspektivischen Betrachtung, die häufig das zunächst Selbstverständliche, „Natürliche“ auf den Kopf zu stellen vermag.

 

 

Unternehmen und Menschen entwickeln eine Kultur des Wandels,
wenn das Neue und Unbekannte als Bereicherung erfahren wird.

Anmeldung und Information bei:

kunstunddialog

Antje Lielich-Wolf

Institut für Kunstvermittlung und Weiterbildung

Berlin • Bremen

info@kunstunddialog.de

 

 

 

Im Rahmen einer dialogischen Kommunikation biete ich Ihnen Einzeln- und Gruppen-  sowie Paar-Coaching und einen Raum zum Finden von eigenen Zielen und Visionen. Zum Klären von Fragen, Konflikten und Stagnationen sowohl in beruflichen als auch privaten Fragen.

Sprechen Sie mich an oder schreiben Sie eine Email an:

lielich-wolf@kunstunddialog.de

mobil: 0157 – 850 – 71115